Mit einem Knopfdruck hat Königin Máxima gestern in der Cultuur Haven Veghel die siebte Ausgabe der Woche ohne Verschwendung offiziell eröffnet.
Die landesweite Kampagne, die vom 8. bis 14. September läuft und von der Stiftung Samen Tegen Voedselverspilling (Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung) und dem Voedingscentrum koordiniert wird, steht in diesem Jahr im Zeichen der Klarheit bei Haltbarkeitsangaben. Die Verwirrung um die Begriffe „mindestens haltbar bis“ (THT) und „zu verbrauchen bis“ (TGT) führt noch immer dazu, dass Verbraucher einwandfreie Lebensmittel unnötig entsorgen.
Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass die Niederländer ihr Ausmaß an Verschwendung systematisch unterschätzen. Im Durchschnitt wirft jede Person 33 Kilo Lebensmittel pro Jahr weg – das entspricht 23 Millionen Mahlzeiten pro Woche. Auffällig ist, dass ganze 81 Prozent der Verbraucher glauben, weniger als der Durchschnitt zu verschwenden, obwohl die Zahlen ein anderes Bild zeichnen. Vor allem das Haltbarkeitsdatum stellt sich als Stolperstein heraus: Acht Prozent der Verbraucher werfen Produkte mit abgelaufenem THT-Datum grundsätzlich weg, auch wenn diese noch problemlos verzehrt werden könnten.
Während der Woche ohne Verschwendung wird im ganzen Land auf dieses Problem aufmerksam gemacht. Supermärkte, Gemeinden, Bildungseinrichtungen und Unternehmen organisieren Aktionen, die den bewussteren Umgang mit Lebensmitteln fördern. So gibt es spezielle Aktionen in den Geschäften, Workshops und abfallfreie Abendessen, und auch Schulen widmen dem Thema besondere Unterrichtseinheiten. Darüber hinaus werden praktische Hilfsmittel eingeführt, wie Kühlschrankaufkleber und Bänder, die anzeigen, welche Produkte zuerst aufgebraucht werden sollten.
Das Ziel der Kampagne ist klar: Lebensmittelverschwendung in den Niederlanden bis 2030 zu halbieren. Dafür ist die Zusammenarbeit von Verbrauchern, Regierung, Unternehmen und gesellschaftlichen Organisationen notwendig. Nach Ansicht der Initiatoren beginnt Veränderung mit Bewusstsein. Zu wissen, was man wegwirft und warum, ist der erste Schritt, um Verschwendung zu verhindern.
Für Partner wie Looop passt die Woche ohne Verschwendung nahtlos in die tägliche Praxis. Durch die Wiederverwendung von Nebenströmen aus der Lebensmittelindustrie als wertvolle Rohstoffe zeigt Looop, wie zirkuläre Lösungen zu einer Zukunft ohne Verschwendung beitragen. Die Kampagne bietet daher nicht nur Inspiration, sondern auch konkrete Werkzeuge, um gemeinsam an einer zirkulären Lebensmittelkette zu arbeiten.